Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs

Der Impfstoff gegen Gebärmutterhalskrebs - Gardasil ®

Seit 2006 ist in Österreich ein Impfstoff gegen Viren erhältlich, die Gebärmutterhalskrebs auslösen können.

Die so genannten human papilloma – Viren (HPV) werden nicht nur durch Geschlechtsverkehr sondern auch durch bloßen Körperkontakt übertragen und führen zu Veränderungen am Gebärmutterhals oder zu Warzen (so genannten Condylomen) im Genitalbereich. Im Allgemeinen wird das Virus von selbst eliminiert oder verursacht keinerlei Symptome. Dennoch kann die Infektion mit dem Virus in einer bedeutsamen Anzahl von Fällen zu (geringgradigen) Veränderungen des Gebärmutterhalses sowie zu äußeren genitalen Schädigungen(inklusive Genitalwarzen) führen. In einigen Fällen können sich diese zu höhergradigen Veränderungen oder so genannten Präkanzerosen weiterentwickeln, die schlimmstenfalls zum Gebärmutterhalskrebs führen können.
Es existieren verschiedene Typen dieser Viren, die verschiedene Erkrankungen hervorrufen können. Gardasil ® wurde zur Prävention von Erkrankungen durch die HPV-Typen 16 und 18, die für 70 Prozent aller bösartigen Erkrankungen am Gebärmutterhals verantwortlich sind, sowie durch die Typen 6 und 11, die 90 Prozent aller Genitalwarzen hervorrufen, entwickelt.

Der Impfstoff ist in Österreich für Mädchen im Alter von 9 bis 15 Jahren sowie für Frauen im Alter von 16 bis 26 Jahren empfohlen. Auch wenn bereits einmal eine Infektion mit HPV durchgemacht wurde, werden durch die Impfung die körpereigenen Antikörper gestärkt und eine Neuinfektion mit hoher Wahrscheinlichkeit verhindert.

Die Schutzdauer ist wie bei allen Impfungen am Anfang noch nicht bekannt, derzeit liegen Daten über eine Schutzdauer von fünf Jahren vor.
Trotz des Vorliegens großer Zahlen von bisher geimpften Personen sind so gut wie überhaupt keine Nebenwirkungen bekannt, höchstens leichte Reaktionen an der Impfstelle wurden beobachtet. Die Impfstoffe sind also ausgezeichnet verträglich.
Der Impfstoff wird in drei Teilimpfungen verabreicht. Die zweite und dritte Teilimpfung sollte zwei beziehungsweise sechs Monate nach der ersten Teilimpfung verabreicht werden, eine Teilimpfung kostet 170 €.

Lesen Sie hier die aktuelle Stellungname der Österreichischen Gesellschaft für Gynäkologie zur IPV-Impfung. (20KiB)


Krebshilfe zur HPV-Impfung

Aktuelle Stellungnahme der Österreichischen Krebshilfe zur jetzigen Diskussion um die HPV-Impfung:
   

  • Die Österreichische Krebshilfe fordert die umfassende Untersuchung und Aufklärung aller näheren Umstände im Zusammenhang mit dem ungeklärten Todesfall einer jungen 19-jährigen Oberösterreicherin.
  • Nach allen bisher verfügbaren wissenschaftlichen Daten zur HPV-Impfung gibt es keinerlei Hinweise auf einen Zusammenhang zwischen dem Tod des 19-jährigen Mädchens und der HPV-Impfung.
  • Die Österreichische Krebshilfe empfiehlt allerdings derzeit jenen Frauen, die verständlicherweise durch die mediale Berichterstattung der letzten Tage verunsichert sind, die Ergebnisse der laufenden Untersuchungen der Staatsanwaltschaft abzuwarten.
  • Jede gegebene HPV-Impfung zählt. Eine Verzögerung der 2. oder 3. HPV-Impfung um einige Tage oder Wochen führt nicht dazu, dass der Impfschutz verfällt und mit der Impfung neuerlich begonnen werden muss.
  • Die Prüfung aller bisherigen Meldungen, die in zeitlichem Zusammenhang mit der HPV-Impfung aufgetreten sind, hat nicht dazu geführt, dass der HPV-Impfstoff als unsicher eingestuft wurde, weder von der österreichischen Behörde (AGES) noch von der Europäischen Behörde (EMEA) oder der Amerikanischen Behörde (FDA).
Dr. Bettina Frühwirth-Pinnisch work Kreuzgasse 73 1180 Wien Österreich work +43 1 4703818 fax +43 1 4703818 - 80 www.dr-fruehwirth.at